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Comer See

Lago di Como · Il Lario

Den Comer See entdecken

Von Bellagio bis Varenna, von Como bis Menaggio: La Cà del Pitu liegt im Herzen jenes Seeabschnitts, den viele als die schönste und eindrucksvollste Landschaft des Lario empfinden. Hier verdichten sich historische Villen, alte Uferorte, Gärten, Kirchen und Panoramawege zu einem Bild von außergewöhnlicher Dichte und Schönheit. Die Tremezzina ist dafür der ideale Ausgangspunkt — ruhig gelegen und zugleich hervorragend mit den bedeutendsten Orten des Sees verbunden.

Como ist die elegante urbane Pforte des Sees — eine Stadt, in der römische Spuren, mittelalterliche Substanz und klassizistische Seearchitektur auf bemerkenswert natürliche Weise zusammenfinden. Der Dom Santa Maria Assunta, dessen Bau 1396 begann und dessen Kuppel 1744 vollendet wurde, zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten Norditaliens. Hinzu kommen die romanische Basilika Sant'Abbondio, die historischen Befestigungen und jene kultivierte städtische Tiefe, die Como weit über einen bloßen Ausgangspunkt für Ausflüge hinaushebt.

Zugleich ist Como eine Stadt der Wissenschaft, des Kunsthandwerks und der Gestaltung. Der Tempio Voltiano am Seeufer ist das einzige Museum der Welt, das vollständig einem einzelnen Wissenschaftler gewidmet ist. Das Museo della Seta di Como beschreibt die Stadt als bedeutendstes Seidenzentrum Europas und macht die große textile Tradition sichtbar. Wer den Blick über See und Voralpen schweifen lassen möchte, erreicht Brunate mit der historischen Funicolare in wenigen Minuten. Villa Olmo am Seeufer dient heute als Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen. Sportfans: der FC Como 1907 spielt aktuell in der Serie A — im Stadio Sinigaglia direkt am Wasser.

Bellagio liegt an der Spitze der Halbinsel, die die beiden südlichen Seearme trennt, und ist seit jeher die ikonische Chiffre des Comer Sees. Der Ort lebt von seinen steilen Gassen, den steinernen Treppenläufen, den kleinen Plätzen und jener besonderen topographischen Spannung zwischen Wasserlinie und Höhe, die ihm seinen unverwechselbaren Reiz verleiht. Trotz seiner weltweiten Bekanntheit bewahrt Bellagio in den ruhigeren Stunden des Tages eine stille, fast kontemplative Schönheit.

Zu den großen Adressen Bellagios gehören die Gärten der Villa Melzi d'Eril, die heute täglich geöffnet sind und zu den kultiviertesten Gartenanlagen des Sees zählen. Ebenso besonders ist der Park der Villa Serbelloni, der ausschließlich im Rahmen geführter Besichtigungen zugänglich ist — die Buchung erfolgt inzwischen verpflichtend online, und gerade diese begrenzte Zugänglichkeit trägt zu seinem diskreten Prestige bei.

Die Tremezzina ist die Gemeinde, in der La Cà del Pitu liegt, und zugleich einer der kultiviertesten Abschnitte des gesamten Lario. Die heutige Gemeinde vereint historische Orte wie Tremezzo, Lenno, Mezzegra und Ossuccio; entlang ihrer Ufer verdichten sich einige der bekanntesten Bilder des Comer Sees: Villen, Kirchen, Olivenhaine, Promenaden und weite Blicke über das mittlere Seebecken.

Zu ihren Höhepunkten zählen die Villa Carlotta, die Villa del Balbianello, die Isola Comacina und die Greenway del Lago di Como. Diese offiziell als gemütlicher Panoramaweg beschriebene Route führt über etwa zehn Kilometer durch alte Dörfer, vorbei an Villen, Gärten sowie romanischen und barocken Kirchen und folgt in Teilen der historischen Via Regina. Ebenfalls in der Nähe: das Museo della Barca Lariana — ca. 15 km entfernt — gewidmet den traditionellen Bootstypen und der Bootsbaukultur des Comer Sees. Fähranlegestellen Tremezzo und Lenno verbinden die Gemeinde mit Bellagio, Varenna, Menaggio und Como.

Menaggio besitzt unter den Orten des mittleren Sees eine besonders lebendige, beinahe kleinstädtische Anmutung. Piazza, Uferpromenade, Geschäfte und Cafés verleihen dem Ort eine Offenheit, die ihn vom rein pittoresken Seedorf unterscheidet. Gleichzeitig bleibt Menaggio eng mit dem See und dem Gebirge verbunden und ist damit einer jener seltenen Orte, an denen Flanieren, Alltag und Ausgangspunkt für Ausflüge fast ideal zusammenfallen.

Oberhalb des Ortes, in Loveno di Menaggio, liegt die Villa Vigoni. Sie ist heute das Deutsch-Italienische Zentrum für den Europäischen Dialog und erstreckt sich über rund 40 Hektar. Der Park mit seinen alten Bäumen und landschaftlich komponierten Blickachsen gehört zu den außergewöhnlichsten Anlagen des Sees; öffentliche Führungen werden von März bis Oktober, außer im August, regelmäßig angeboten. Menaggio ist außerdem idealer Ausgangspunkt für Bergtouren auf La Grona (1.736 m).

Varenna gehört zu den atmosphärisch dichtesten Orten des Ostufers. Zwischen farbigen Häusern, engen Gassen und kleinem Hafen entfaltet der Ort eine leise, fast mediterrane Eleganz. Besonders charakteristisch ist die Passeggiata degli Innamorati, der Uferweg, der vom Anleger in den historischen Ortskern führt und zu den romantischsten Promenaden des Sees zählt. Anders als oft behauptet, ist Varenna nicht nur per Boot, sondern auch bequem per Bahn erreichbar.

Zu den kulturellen Höhepunkten gehören die Villa Monastero mit ihrem fast zwei Kilometer langen botanischen Ufergarten und das Castello di Vezio oberhalb des Ortes. Villa Monastero gehört der Provinz Lecco; der Garten und das Hausmuseum sind öffentlich zugänglich. Das Castello di Vezio ist vom 1. März bis 1. Dezember täglich geöffnet und bietet eine der markantesten Aussichtslagen über das mittlere Seebecken.

Nur wenige Kilometer südlich von Como liegt Cernobbio, seit langem mit kultivierter See-Aristokratie und internationaler Grand-Hotel-Tradition verbunden. Im Zentrum dieser Ausstrahlung steht die Villa d'Este: im 16. Jahrhundert als noble Residenz entstanden, gilt sie heute als Ikone internationaler Luxushotellerie und als eine der großen historischen Adressen des Comer Sees. Ihr Anblick vom Boot aus — weiße Fassade, üppiger Garten, Seelage — gehört zu den unvergesslichen Bildern des Lario.

Eine ganz andere, aber ebenso reizvolle Seite Cernobbios zeigt die Villa Bernasconi. Das bedeutende Jugendstilgebäude wurde für Davide Bernasconi errichtet und ist heute als öffentlich zugängliches Museum geöffnet. Seine ornamental gestaltete Fassade mit Verweisen auf die Seidenproduktion — Seidenraupen, Schmetterlinge, Maulbeerblätter — macht es zu einem der interessantesten architektonischen Kontrapunkte am See.

Am oberen Westufer liegt Dongo — ein Ort, der landschaftliche Ruhe mit historischer Schwere verbindet. Das Museo della Fine della Guerra erinnert daran, dass Benito Mussolini und mehrere führende Vertreter der Repubblica Sociale Italiana hier am 27. April 1945 festgenommen wurden; der Palazzo Manzi, heute Rathaus, ist selbst ein zentraler Erinnerungsort dieser letzten Kriegstage. Am folgenden Tag, dem 28. April 1945, wurde Mussolini zusammen mit Claretta Petacci in Giulino di Mezzegra erschossen — der Ort ist bis heute durch ein Gedenkkreuz markiert.

Lecco markiert den südlichen Abschluss des östlichen Seearms und besitzt eine deutlich andere Dramaturgie als die klassischen Villenorte des mittleren Sees. Hier treten die Bergformen der Grigna (2.410 m) und des Resegone (1.875 m) so nah an das Wasser heran, dass der See beinahe alpin wirkt. Die Stadt ist eng mit Alessandro Manzoni verbunden; die Promessi Sposi spielen hier, und die Villa Manzoni ist als Museum zugänglich. Lecco steht für jene rauere, weniger inszenierte Seite des Lario, die gerade deshalb besonders authentisch erscheint.

Nordöstlich davon liegt Mandello del Lario, Heimat von Moto Guzzi seit 1921. Das dortige Museo Moto Guzzi wird derzeit neu aufgestellt; Besuche sind über das offizielle Buchungssystem vorgesehen. Ebenfalls in Mandello: das Museo della Barca Lariana — eine der bedeutendsten Sammlungen historischer Boote weltweit, die zwei Jahrtausende Schifffahrtsgeschichte rund um den Comer See erzählt.

Villen

Villen am See

Villa Monastero in Varenna (Ufergarten + Museum, €13–15), Villa Melzi in Bellagio (neoklassizistischer Park, €10) und Villa Vigoni in Menaggio (deutsch-italienisches Kulturzentrum, kein Publikumsverkehr) stehen für die außergewöhnliche Villenkultur des Sees. Weiter südlich beeindruckt die Villa d'Este in Cernobbio — seit dem 16. Jahrhundert eine der legendärsten Adressen Europas, heute Grandhotel.

Funivia

Funivia & Bergbahnen

Die Funivia Argegno–Pigra (ca. 15 Min. von Tremezzina) überwindet in 4–6 Minuten einen Höhenunterschied von 648 m — eine der steilsten Seilbahnen Italiens. Der Ausblick über den See ist atemberaubend. In Como bringt die Funivia Brunate in 7 Minuten auf den Hausberg (715 m) mit Panorama bis in die Alpen und die Poebene. Beide sind einfach per Fähre erreichbar. Funivia Argegno →

Navigazione

Per il lago — Fähren

Das Centrolago-Ticket der Navigazione Laghi (ca. 17,50 €/Person) erlaubt an einem Tag unbegrenzt viele Fahrten in der Zentralzone — Menaggio, Bellagio, Varenna, Cadenabbia, Tremezzo, Lenno. Ideal für einen Rundtrip mit mehreren Stopps: morgens Bellagio, mittags Varenna, nachmittags Menaggio. Die Anlegestellen Tremezzo und Lenno liegen wenige Minuten von der Cà del Pitu entfernt. navigazionelaghi.it →

Die Villa Monastero in Varenna verbindet klösterliche Ursprünge mit der Eleganz einer späteren Privatresidenz. Aus einem Zisterzienserinnenkloster des 12. Jahrhunderts hervorgegangen, ist sie heute Museum, Konferenzort und botanische Gartenanlage zugleich. Ihr Ufergarten erstreckt sich über nahezu zwei Kilometer und gehört zu den eindrucksvollsten linearen Gartenlandschaften des Sees.

Öffnungszeiten: April–Oktober täglich (außer dienstags) ab 9:30 Uhr. Eintritt: Garten + Museum 15 €, nur Garten 13 €. Kinder bis 14 Jahre kostenlos.

villamonastero.eu →

Die Villa Melzi d'Eril in Bellagio verkörpert den frühen neoklassizistischen Aufbruch am Comer See. Erbaut 1808–1810 für Francesco Melzi d'Eril, Vizepräsident der Napoleonischen Republik, zählen ihre Gärten zu den kultiviertesten Anlagen der Region — Azaleen, Rhododendren, Zedern, Lotusblüten und japanische Elemente verbinden Landschaftsarchitektur, botanische Vielfalt und Seelage zu einer Komposition von großer Ruhe und Noblesse. Die Villa selbst befindet sich weiterhin in Privatbesitz; der Garten ist saisonal öffentlich zugänglich.

Geöffnet: 21. März bis Ende Oktober, täglich 10:00–19:00 Uhr. Eintritt: 10 € (Kinder bis 11 Jahre kostenlos).

giardinidivillamelzi.it →

Die Villa Serbelloni erhebt sich über Bellagio in einer außergewöhnlichen Panoramalage — auf dem höchsten Punkt der Halbinsel, von dem aus alle drei Seearme gleichzeitig sichtbar sind. Das Anwesen wird heute von der Rockefeller Foundation als Studien- und Konferenzzentrum genutzt; der weitläufige Park ist ausschließlich im Rahmen geführter Besichtigungen zugänglich. Gerade diese Mischung aus Geschichte, Aussicht und Zurückhaltung prägt bis heute die besondere Aura des Ortes.

Geführte Besichtigungen: April bis Oktober, täglich außer montags, um 11:00 und 15:30 Uhr. Dauer ca. 90 Min., Eintritt ca. 9 €. Tickets an der Bellagio-Touristeninformation — Plätze begrenzt, frühzeitig vorbeigehen.

Villa Olmo ist die große klassizistische Uferresidenz von Como. Erbaut 1782–1787 für die Familie Odescalchi, gehört sie seit dem 19. Jahrhundert der Stadt Como. Die Stadt beschreibt sie als herausragendes Beispiel monumentaler neoklassizistischer Architektur; heute dient sie als repräsentativer Ort für Ausstellungen, Veranstaltungen und kulturelles Leben direkt am Wasser.

Der weitläufige Park ist täglich kostenlos zugänglich (Sommer bis 23:00 Uhr, Winter bis 19:00 Uhr). Direkt daneben: das Lido Villa Olmo — eines der wenigen öffentlichen Seebäder am Comer See.

Villa Bernasconi in Cernobbio steht für die Jugendstilseite des Comer Sees. Erbaut 1905–1906 für den Ingenieur Davide Bernasconi, ist das Haus heute Museum und Kulturort zugleich; seine Geschichte ist eng mit der Seidenindustrie der Region verbunden. Die ornamental gestaltete Fassade mit Seidenraupen, Schmetterlingen und Maulbeerblättern wirkt intimer und urbaner als viele der großen Seevillen — architektonisch aber nicht minder eindrucksvoll.

Öffentlich zugänglich; Anfahrt per Boot (Fähranlegestelle Cernobbio) oder Bus C10.

villabernasconi.eu →

Gerade im Bereich zwischen Ossuccio, Bolvedro und Lenno liegen einige der schönsten privaten Villen des gesamten Sees. Villa Balbiano zählt zu den bedeutenden historischen Residenzen am Westufer und bewahrt bis heute Fresken des 17. Jahrhunderts; durch den Film House of Gucci (2021) wurde sie weltweit bekannt. Villa Sola Cabiati — neoklassizistische Villa des 18. Jahrhunderts, heute als Grand Hotel Tremezzo geführt — besitzt außergewöhnlich erhaltene historische Interieurs. La Cassinella schließlich steht für jene seltene Form privater Zurückgezogenheit, die nur vom Wasser aus wirklich sichtbar wird.

Alle drei Villen sind nicht öffentlich zugänglich; der eindrucksvollste Weg, sie zu erleben, ist eine Bootsfahrt auf dem regulären Fährkurs oder mit einem privaten Ausflugboot ab Tremezzo oder Lenno.

Villa Vigoni in Loveno di Menaggio ist nicht nur ein Ort großer landschaftlicher Schönheit, sondern auch ein bedeutendes deutsch-italienisches Kulturzentrum — offiziell: „Deutsch-Italienisches Zentrum für den Europäischen Dialog", im Besitz der Bundesrepublik Deutschland. Das Anwesen entstand 1829 als Hochzeitsgeschenk des Frankfurter Kaufmanns Heinrich Mylius; 1978 vermachte der letzte Erbe Ignazio Vigoni die Villa dem deutschen Staat.

Der englische Landschaftspark auf rund 40 Hektar — mit jahrhundertealten Bäumen, Aussichtsterrassen und spektakulärem Seeblick — gehört zu den außergewöhnlichsten Anlagen des Sees. Öffentliche Führungen werden von März bis Oktober, außer im August, regelmäßig angeboten.

villavigoni.eu →

Villa d'Este in Cernobbio ist weniger nur ein Hotel als vielmehr eine historische Chiffre des internationalen Lago-di-Como-Stils. Aus einer Adelsresidenz des 16. Jahrhunderts hervorgegangen, war sie später Residenz der Königin Caroline von England, bevor sie 1873 zum Grandhotel wurde. Sie verbindet Renaissanceursprung, Gartenkunst und jahrhundertelang gewachsene Gastgebertradition zu jener Form klassischer Grandezza, für die der See weltberühmt ist.

Die Villa ist nicht öffentlich zugänglich — außer als Hotelgast oder über das Restaurant. Der Anblick der weißen Fassade im üppigen Garten vom Boot aus ist kostenlos und unvergesslich.

In Oria di Valsolda, am italienischen Ufer des Luganer Sees, liegt die Villa Fogazzaro Roi — die ehemalige Sommerresidenz des Schriftstellers Antonio Fogazzaro (1842–1911), Autor des Romans Piccolo Mondo Antico, der teilweise genau hier spielt. Das FAI beschreibt sie als Haus, das Fogazzaro als Rückzugsort diente und Schauplätze sowie Stimmungen des Romans prägte. 2009 vom Marchese Giuseppe Roi dem Fondo Ambiente Italiano geschenkt, ist die Villa heute ein geschütztes Kulturdenkmal.

Das Anwesen liegt auf einem felsigen Vorsprung direkt über dem Luganer See. Die Villa ist öffentlich zugänglich, jedoch nur im Rahmen geführter Besichtigungen. Lage: ca. 20 km von der Cà del Pitu in Richtung Lugano — ideal kombinierbar mit einem Tagesausflug nach Lugano.

fondoambiente.it →
Comer See Bellagio · Lago di Como

Como ist die elegante urbane Pforte des Sees — eine Stadt, in der römische Ursprünge, mittelalterliche Strenge und lombardische Kultiviertheit auf ungewöhnlich selbstverständliche Weise zusammenfinden. Im Zentrum steht der Dom Santa Maria Assunta, dessen Bau 1396 begann und dessen Vollendung sich über dreieinhalb Jahrhunderte erstreckte; gerade diese lange Bauzeit verleiht ihm jene besondere architektonische Spannung, in der sich Gotik, Renaissance und spätere Formen zu einem außergewöhnlich harmonischen Ganzen verbinden. Unmittelbar daneben erhebt sich das Broletto, seit dem 13. Jahrhundert Symbol der städtischen Institutionen und bis heute eines der charakteristischsten profanen Bauwerke der Altstadt.

Etwas abseits des dichten Zentrums öffnet sich mit Sant'Abbondio eine stillere, ältere Seite Comos. Die Basilika gehört zu den großen romanischen Kirchen der Lombardei und bewahrt jenen zurückhaltenden Ernst, der die geistliche Architektur der Region so eindrucksvoll macht. Wer Como nicht nur als Kulisse, sondern als gewachsene Kulturstadt erleben möchte, findet in der Pinacoteca Civica eine lohnende Ergänzung: Die Sammlung spannt den Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart und macht sichtbar, wie eng die Kunstgeschichte der Stadt mit dem weiteren Lario verbunden ist.

Como ist untrennbar mit Alessandro Volta verbunden. Der Tempio Voltiano am Seeufer gilt als einziges Museum der Welt, das einem Wissenschaftler als Erinnerungsort errichtet wurde; er bewahrt Instrumente, Dokumente und Rekonstruktionen aus dem Umfeld seiner Forschungen. Wenige Schritte weiter beginnt mit der Funicolare nach Brunate einer der klassischsten Perspektivwechsel des ganzen Sees: In nur rund sieben Minuten steigt man aus der Stadt hinauf in eine deutlich stillere, von Wald und Aussicht geprägte Höhenlage.

Brunate selbst lebt weniger von Monumentalität als von Lage und Atmosphäre. Von hier aus erschließt sich die weite Topographie des südlichen Sees, und wer weiter bis zum Faro Voltiano geht, erreicht einen Ort, an dem Erinnerungskultur und Panorama auf besonders schöne Weise ineinanderfallen. Der Leuchtturm wurde 1927 zu Ehren Voltas errichtet und beherrscht noch heute das gesamte Becken von Como.

Die Seide gehört zur Identität Comos wie der See selbst. Das Museo della Seta beschreibt sich als einzige museale Institution weltweit, die den gesamten Produktionsprozess von der Seidenraupe bis zur Mode nachvollziehbar macht, und bewahrt damit nicht nur Maschinen, Muster und Werkzeuge, sondern das industrielle Gedächtnis einer ganzen Stadt. Como erscheint hier nicht bloß als schöne Bühne, sondern als Ort von Arbeit, Erfindung und Handwerkskultur.

Am Ufer entfaltet sich mit der Villa Olmo die repräsentative Seite der Stadt. Die neoklassizistische Anlage gehört heute der Gemeinde und dient als Ort für Ausstellungen, Veranstaltungen und Kultur; zugleich bleibt sie mit ihrem Park einer der elegantesten öffentlichen Räume am ganzen See. Der weitläufige Park ist täglich kostenlos zugänglich — im Sommer bis 23:00 Uhr. Direkt daneben: das Lido Villa Olmo, eines der wenigen öffentlichen Seebäder am Comer See.

museosetacomo.com →

Auch sportlich besitzt Como heute wieder eine bemerkenswerte Präsenz. Der FC Como 1907 tritt aktuell in der Serie A an und verbindet die neue internationale Aufmerksamkeit des Clubs mit der starken lokalen Verankerung eines traditionsreichen Vereins. Das Stadio Sinigaglia direkt am Wasser gehört zu den ungewöhnlichsten Fußballorten Italiens: ein Stadion, das nicht gegen die Landschaft arbeitet, sondern von ihr lebt.

calciocomofc.com →

Südlich von Como liegt Cernobbio, wo sich der See noch einmal von seiner aristokratischsten Seite zeigt. Villa d'Este steht seit 1873 für jene internationale Hotelkultur, die den Namen des Lago di Como in die Welt getragen hat, während Villa Erba heute als bedeutendes Ausstellungs- und Kongresszentrum historische Villa und modernen Veranstaltungsort verbindet. Beide Anwesen prägen das Bild des südwestlichen Seearms bis heute.

Eine andere, intimere Tonlage schlägt die Villa Bernasconi an. Das restaurierte Jugendstilhaus ist heute öffentlich zugängliches Museum und erzählt seine Geschichte bewusst als „sprechendes Haus". Gerade die ornamentale Fassade mit ihren Bezügen zur Seidenindustrie macht die Villa zu einem der feinsten architektonischen Kontrapunkte am See.

villabernasconi.eu →
Seilbahn Argegno am Comer See Luftaufnahme von Tremezzina am Comer See Historische Villa am Comer See Bellagio am Comer See Comer See – Panorama Tremezzina – Comer See

Das Valle d'Intelvi eröffnet hinter dem Westufer eine überraschend stille Welt aus Wald, Höhenlicht und alten Dörfern. Das Tal verbindet den Comer See mit dem Luganer See und teilt sich in zwei Äste — einer führt über San Fedele d'Intelvi, der andere nach Osteno. Besonders eindrucksvoll ist die Sighignola, der sogenannte Balcone d'Italia auf 1.320 m — vom FAI zum „Luogo del Cuore" erklärt — deren Aussicht weit über den Luganer See und bis in die Alpen reicht. Ein kurzer Waldpfad vom Restaurant La Baita führt in 20 Minuten hinauf, auch mit Kindern problemlos.

Gerade weil das Tal weniger auf spektakuläre Inszenierung als auf Weite, Ruhe und landschaftliche Tiefe setzt, gehört es zu den schönsten Gegenwelten zum glanzvollen Seeufer. Im Tal liegen das Bergdorf Plesio (750 m, oberhalb Menaggio) und die Val Sangra — ein stilles Seitental mit Kastanienwäldern, alten Pfaden und nahezu keinem Tourismus. Das Valle d'Intelvi ist auch Herkunftsregion der Magistri Intelvesi, der legendären Wanderbaumeister des 17. Jahrhunderts.

valleintelviturismo.it →

Wer die Bergwelt oberhalb der Tremezzina sucht, findet im Bereich von Monte Crocione (1.641 m) und Rifugio Venini eine der lohnendsten Höhenlandschaften des westlichen Lario. Der Monte Crocione ist, je nach Zustieg, auch für weniger alpin geübte Wanderer zugänglich; das Rifugio Venini liegt auf 1.575 m zwischen Monte Galbiga und Monte Tremezzo und gehört zu den klassischen Aussichtspunkten über See und Voralpen.

Diese Höhenzüge verbinden den Charakter einer echten Bergtour mit einer überraschenden Nähe zum Wasser. Klassische Route ab Tremezzina: Funivia Argegno hinauf nach Pigra (648 Hm in 4 Min.), weiter über Alpe di Colonno zum Rifugio Venini, dann auf den Gipfel. Gesamtaufstieg ab Pigra ca. 3–4 h. Das Panorama reicht von den Dolomiten bis zum Monte Rosa — und über beide Seearme gleichzeitig.

rifugiovenini.it →

Am Triangolo Lariano verdichten sich Natur und Sportgeschichte auf besonders schöne Weise. Das Santuario della Madonna del Ghisallo ist offizieller Wallfahrtsort und Schutzheiligtum der Radsportler weltweit; seit 1949 ist die Madonna del Ghisallo Patronin des Radsports — erklärt von Papst Pius XII. An den Wänden hängen Trikots, Fahrräder und Memorabilia der großen Champions: Coppi, Bartali, Merckx, Pantani. Eine ewige Flamme brennt zu Ehren verstorbener Rennfahrer.

Unmittelbar daneben vertieft das Museo del Ciclismo (seit 2006) diese Geschichte mit Originalrädern, Filmarchiv und interaktiven Stationen — vom ersten Giro d'Italia 1909 bis zur Tour de France der Gegenwart. Die Gegend rund um Magreglio und den Monte San Primo ist damit nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch kulturell einzigartig. Die Madonna del Ghisallo liegt an einem klassischen Giro-d'Italia-Anstieg.

museodelciclismo.it →

Hoch über dem See verläuft mit der Linea Cadorna eine weitere, heute fast versunkene Schicht der Landschaft. Die Befestigungslinie entstand zwischen 1915 und 1918 entlang der schweizerischen Grenze als Verteidigung gegen einen möglichen Angriff durch die neutrale Schweiz — gebaut unter General Luigi Cadorna, nie eingesetzt, aber vollständig erhalten: über 300 km Straßen, 400 km Maultierpfade, 72 km Schützengräben.

In der Provinz Como reichte die Linie von Monte Bisbino über Val d'Intelvi, Monte Galbiga und Monte Crocione bis hinunter nach Monte Crocetta — direkt über der Tremezzina. Heute sind Trassen, Militärwege und einzelne Stellungen Teil eines außergewöhnlichen Wegenetzes, in dem Geschichte und Panorama unmittelbar ineinandergreifen. Besonders gut erhaltene Abschnitte finden sich auf den Kämmen westlich des Sees.

Zu den großen Langstreckenrouten des Westufers gehört die Via dei Monti Lariani, ein rund 125 Kilometer langer Höhenweg von Cernobbio bis Sorico, der überwiegend über Pfade und Mulattieren führt und den westlichen See in weiter, ruhiger Perspektive begleitet. Oberhalb von Menaggio liegt La Grona (1.736 m) — der Hausberg, erreichbar über Breglia (750 m, Bus C13 ab Menaggio) und das Rifugio Menaggio auf ca. 1.400 m (CAI, saisonal bewirtet, auch Klettersteig). Aufstieg ab Breglia ca. 2–3 h, Panorama: Comer See, Luganer See, Walliser Alpen.

Wer lieber näher an der Tremezzina bleibt, findet mit der Greenway del Lago di Como den zugänglicheren Gegenentwurf: eine etwa 11,2 Kilometer lange Panoramastrecke durch alte Dörfer, vorbei an Villen, Gärten und romanischen Kirchen, die der historischen Via Regina folgt. Direkt ab der Cà del Pitu zu Fuß erreichbar: der Parco Val Sanagra — ein Naturschutzgebiet, das sich selbst als Raum beschreibt, in dem Geschichte, unberührte Natur und lokale Traditionen begegnen. Unterwegs: das Museo Etnografico di Grandola e Uniti und die historische Fornace Galli am Bachufer. Kein Auto nötig.

greenwaylagodicomo.com →

Mailand ist der naheliegendste große Kontrast zum See: urban, monumental, schnell und kulturell nahezu unerschöpflich. Im Mittelpunkt stehen der Duomo und Santa Maria delle Grazie mit Leonardos Abendmahl — beide Orte verkörpern zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen prägende Gesichter der Stadt. Das Abendmahl erfordert Reservierung, möglichst Monate im Voraus. Für Kunst: Pinacoteca di Brera und Pinacoteca Ambrosiana; für Atmosphäre: das Quartier Navigli mit Kanälen und Bars.

Für einen Tagesausflug ist Mailand weniger nur Pflichtprogramm als bewusstes Gegenbild zum stilleren Rhythmus des Lario. Per Auto ca. 60–80 Min. über die A9; per Zug ab Como San Giovanni ca. 45 Min. bis Milano Centrale (Trenord, stündlich).

Bergamo zählt zu den schönsten historischen Tagesausflügen in Reichweite des Sees. Die Città Alta lebt von ihren venezianischen Mauern (UNESCO-Welterbe seit 2017), ihren Plätzen und ihrer außergewöhnlich geschlossenen Stadtsilhouette. Im Zentrum: die Piazza Vecchia mit dem Palazzo della Ragione (12. Jh.) und die Cappella Colleoni — eine der bedeutendsten Renaissancekapellen Norditaliens.

Zugleich besitzt die Stadt mit der Accademia Carrara eines der wichtigsten Kunstmuseen Norditaliens, dessen Sammlung vom Gotischen bis ins 19. Jahrhundert reicht und Werke von Bellini, Mantegna, Botticelli und Raffael umfasst. Wer Stadtgestalt und Malerei an einem einzigen Ort erleben möchte, findet hier eine besonders reiche Kombination. Per Auto ca. 60–70 Min.

Monza verbindet auf seltene Weise Motorsport, Monarchie und Parklandschaft. Der Autodromo Nazionale Monza gilt offiziell als „Temple of Speed" und besteht seit 1922; Besichtigungen und geführte Track-Walks sind buchbar. Im gleichen Parkareal liegt die Villa Reale di Monza — ein neoklassizistischer Königspalast aus dem 18. Jahrhundert mit Gärten und dem größten ummauerten Park Europas (ca. 750 ha, öffentlich zugänglich).

Hinzu kommt der Dom mit der in der Cappella di Teodolinda bewahrten Corona Ferrea — einem der symbolträchtigsten Goldschmiedewerke des westlichen Christentums, mit der Könige und Kaiser Norditaliens gekrönt wurden. Per Auto ca. 40 Min.

Lugano ist vielleicht der eleganteste grenzüberschreitende Ausflug von allen. Die Stadt verbindet schweizerische Präzision mit italienischer Leichtigkeit und gewinnt ihren Reiz aus dieser Balance — ca. 30–40 Min. per Auto über die A2 (Grenzübertritt San Pietro in Stabio). Für den Überblick bieten sich Monte San Salvatore und Monte Brè an, beide mit eigenen Standseilbahnen erschlossen.

Kulturell setzt das MASI — Museo d'Arte della Svizzera Italiana einen klaren Akzent: entstanden aus der Fusion des Museo Cantonale d'Arte und des Museo d'Arte, gehört es zu den wichtigsten Kunstinstitutionen der italienischsprachigen Schweiz. Eine dritte Anreisemöglichkeit: die Autopostale-Linie Lugano–Menaggio des Schweizer Postauto. Schweizer Franken oder Kreditkarte; kein Schengen-Grenzübertritt.

masilugano.ch →

Chiavenna ist ein Ausflug für alle, die lieber Tiefe als Spektakel suchen. Die Stadt lebt von ihrem alpinen Charakter, ihren alten Wegen und vor allem von den Crotti — jenen natürlichen Felsenkellern mit konstant kühlem Luftzug, die seit Jahrhunderten Teil der lokalen Kultur sind und heute Restaurants und Weinlager beherbergen. Sehenswert: der Parco Marmitte dei Giganti (Gletschertöpfe im Fels) und die Collegiata di San Lorenzo mit dem Friedenskelch (Pace di Chiavenna, 12. Jh.).

In unmittelbarer Nähe, in Prosto di Piuro, erhebt sich mit dem Palazzo Vertemate Franchi eines der bemerkenswertesten weltlichen Renaissancegebäude der Lombardei — mit prächtigen Fresken, historischer Innenausstattung und Garten. Chiavenna ist außerdem das Tor zum Val Bregaglia und zum Malojapass nach St. Moritz. Lokale Spezialitäten: Scimudin-Käse und Bresaola aus dem Valchiavenna. Ca. 60 Min. per Auto.

Das Veltlin eröffnet östlich des Sees eine andere, deutlich alpinere Welt. Seine Terrassenweinberge zählen zu den großen Kulturlandschaften Norditaliens — 70 Kilometer terrassierter Weinberge entlang der sonnenexponierten Talflanke, mit Lagen wie Sassella, Grumello, Inferno, Valgella und dem großen Sforzato. Alle aus der Nebbiolo-Traube, die hier Chiavennasca heißt. Sondrio, die Hauptstadt des Tals, ist in ca. 90 Min. erreichbar.

Tirano ist der südliche Ausgangspunkt des Bernina Express: Die Albula- und Berninalinien der Rhätischen Bahn gehören seit 2008 zum UNESCO-Welterbe und machen schon eine Teilstrecke — bis Poschiavo oder Ospizio Bernina — zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Im Ort selbst: das Santuario della Madonna di Tirano, eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen der Lombardei.

Bernina Express → rhb.ch

Bormio ist der Ausflug in die große Höhenlage. Der Ort verbindet Thermen, historischen Kern und die unmittelbare Nähe zum Stelvio-Nationalpark — einem der ältesten und größten Nationalparks Italiens. Der Passo dello Stelvio (2.758 m) mit seinen 48 Kehren gehört zu den dramatischsten Passstraßen der Alpen. Gerade diese Verdichtung von Hochgebirge, Passstraßen, Kurtradition und Wintersport macht Bormio zu einem Ziel, das selbst als Tagesreise einen ganz anderen landschaftlichen Maßstab eröffnet.

Die Terme di Bormio — Thermalquellen, die seit der Römerzeit genutzt werden — bieten mit Bagni Nuovi und Bagni Vecchi Thermalbäder mit Bergpanorama. Kombinierbar mit einem Abstecher nach Livigno (duty-free, direkt über den Pass). Ca. 2,5 Std. per Auto.

St. Moritz steht für die wohl mondänste Fortsetzung eines Seeaufenthalts in den Alpen. Wer über Tirano mit der Rhätischen Bahn fährt, erlebt bereits die Anreise als Teil des Ausflugs. Eine weitere Option: die Autopostale-Linie Lugano–Menaggio–St. Moritz des Schweizer Postauto — ein direkter Überlandbus, der Menaggio mit dem Engadin verbindet. Per Auto: ca. 2,5–3 Std. über Chiavenna und den Malojapass.

Vor Ort setzt das Segantini Museum einen kulturellen Höhepunkt: Es beherbergt die umfassendste und bedeutendste Sammlung zu Giovanni Segantini (1858–1899), einem der großen Erneuerer der Alpenmalerei. Sein monumentales Triptychon La Vita, La Natura, La Morte ist eines der eindrucksvollsten Kunstwerke der Alpenregion. St. Moritz verbindet damit auf sehr eigene Weise Landschaft, Höhe und Kunstgeschichte.

segantini-museum.ch →

Häufige Fragen zum Comer See

Das Centrolago-Ticket der Navigazione Laghi ist ein Tagesticket (ca. 17,50 €/Person) für die Zentralzone des Sees — Menaggio, Bellagio, Varenna, Cadenabbia, Tremezzo und Lenno. Es erlaubt beliebig viele Fahrten an einem Tag. Wer mehr als drei Strecken plant, lohnt sich das Ticket deutlich. Erhältlich an den Anlegestellen oder online unter navigazionelaghi.it →

Ein Klassiker mit dem Centrolago-Ticket: Morgens mit der Fähre nach Bellagio (15 Min.), Spaziergang durch die Salite, Villa Melzi. Mittags weiter nach Varenna (20 Min.) — Villa Monastero, Liebespfad, Mittagessen am Hafen. Nachmittags Rückfahrt über Cadenabbia nach Tremezzo. An einem Tag alle drei Seeufer — das Beste, was der Comer See zu bieten hat.

Como verdient mindestens einen ganzen Tag — Dom, Museo della Seta, Volta-Tempel, Villa Olmo, Funivia Brunate und Uferpromenade lassen sich kaum in einem halben Tag schaffen. Per Fähre ab Tremezzo dauert die Fahrt ca. 90 Minuten (Schnellboot kürzer); per Auto über die SS340 etwa 30 Minuten.

Argegno liegt am Westufer des Sees, ca. 15 km südlich von Tremezzina. Per Bus C10 oder per Boot von Tremezzo erreichbar. Die Seilbahn überwindet in 4–6 Minuten einen Höhenunterschied von 648 m (eine der steilsten Seilbahnen Italiens). Oben in Pigra: Wanderwege, außergewöhnliche Aussicht, absolute Stille. Preis: ca. 4,10 € einfach. Öffnungszeiten: täglich ca. 9:00–17:00 Uhr. atm.it →

Sehr gut — mit dem Centrolago-Ticket: Villa Melzi in Bellagio morgens (10 €, ca. 1,5 h), dann per Fähre nach Varenna, Villa Monastero (13–15 €, ca. 2 h). Beide Gärten sind einzigartig und vom Stil her sehr verschieden — der neoklassizistische Park in Bellagio, der lange Ufergarten mit exotischer Bepflanzung in Varenna. Mit diesem Ausflug hat man zwei der schönsten Gartenanlagen des Sees an einem Tag gesehen.

Ein Auto ist für die meisten Ausflüge nicht nötig. Die Buslinie C10 (Como–Menaggio–Colico) bedient alle Ortschaften am Westufer. Die Fähranlegestellen Tremezzo und Lenno bieten Verbindungen nach Bellagio, Varenna, Cadenabbia und Como. Fahrpläne: ASF Bus → · Navigazione Laghi →